Wie steht es eigentlich um den Schulneubau in Tansania?

Zuletzt hatten wir in der Gemeindebriefausgabe 1/21 berichtet, dass die Fundamentplatte bis Weihnachten 2020 geschüttet wurde. Inzwischen ist das gesamte Gebäude fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben.

Ende Februar 2022 wurden die neuen Fachräume an der Makomu Secondary School nach vierjähriger Planungsphase und 15 Monaten Bauzeit eingeweiht und der Unterricht konnte starten.

Die Freude bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem gesamten Kollegium ist groß. Aber auch wir sind stolz und glücklich, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort dieses große Projekt verwirklichen konnten.
Großer Dank geht an alle Spenderinnen und Spender, die uns mit kleineren und größeren Beträgen ihr Vertrauen geschenkt haben und zum Gelingen dieses Großprojektes beigetragen haben. Insbesondere sei an dieser Stelle auch noch mal die Unterstützung von “Brot für die Welt” und der „Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung” erwähnt.

Mary Masuki, Lehrerin an der Makomu Secondary School lässt ausrichten: Thank you for everything. You are a friend in need. May God bless you all for making our student enjoy science subject. Much regard to all.
Übersetzt: Ich danke Ihnen für alles. Sie sind ein Freund in der Not. Möge Gott Sie alle dafür segnen, dass Sie unseren Schülern die Freude am naturwissenschaftlichen Unterricht vermitteln. Viele Grüße an alle.
Dank der vielen Bilder und kleinen Videos unserer Partner vor Ort, waren wir trotz Corona während der gesamten Bauphase und auch jetzt bei der Einweihung quasi direkt mit dabei und konnten die kleinen und größeren Fortschritte laufend hautnah miterleben.

Auf der Homepage der Offenen Jugend Rosengarten sind alle Bauphasen ausführlich bebildert anzuschauen. www.jugend.rosengarten.de/tansania

Olaf Schröder

Offene Jugend und Oberschule Rosengarten: Das Schulpartnerprojekt mit Tansania

DAS FUNDAMENT IST GELEGT!

Ein bewegtes Jahr liegt hinter uns, trotz Corona! Nach vierjähriger Vorbereitungsphase war am 23.11.2020 der offizielle Baubeginn für die Fachräume an unserer Partnerschule in Marangu. Bis Weihnachten war die Fundamentplatte bereits fertiggestellt und das ganze buchstäblich in mühevoller Handarbeit.

Neben den vielen kleinen und großen Spenden und Kollekten aus Rosengarten haben wir für dieses Projekt im April die Unterstützungszusagen von Brot für die Welt und der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung bekommen, wie bereits im Gemeindebrief 3/20 berichtet. Bis es jetzt so richtig losgehen konnte, war noch einiges vorzubereiten. In einer Projektvereinbarung haben wir zwischenzeitlich mit unseren Partnern vor Ort die genauen Absprachen zur Umsetzung des Bauvorhabens schriftlich fixiert, bevor dann schließlich die erste Rate für unser bislang größtes gemeinsames Projekt überwiesen wurde.

Der Bauausschuss in Marangu, bestehend aus Vertreter*innen von Marangu Community Development Association (MACDA), der Schulleitung der Makomu Secondary School, dem Schulvorstand, weiteren Lehrer*innen und der Kreisverwaltung in Marangu hat erstmals Anfang Oktober getagt. Ausschreibungen zur Suche und Auswahl der nötigen Handwerker wurden auf den Weg gebracht. Unterausschüsse für den Materialeinkauf und die Lagerung sowie Sicherung der Baustoffe wurden gebildet. Zudem wurde beschlossen, den Baubeginn nach den Präsidentschaftswahlen in Tansania (28.10.2020) und den landesweiten Examensklausuren an den Schulen (zwei Wochen Anfang November) anzusetzen. Zum einen, weil die Menschen in Marangu im Wahlkampf-Fieber waren und man vermeiden wollte, dass die Projektneutralität aus parteitaktischen Gründen Schaden nehmen könnte. Zum anderen, um die Examensklausuren am Schuljahresende nicht durch Baustellenlärm zu stören. Auch in Tansania waren die Schulen Coronabedingt teilweise geschlossen. Jetzt am Schuljahresende, ein Schuljahr geht in Tansania normalerweise von Mitte Januar bis Ende November, wurde das Schuljahr landesweit um zwei Wochen, bis Mitte Dezember verlängert, um so ein wenig von den Versäumnissen auszugleichen. Distanzunterricht über Videokonferenzen ist in Deutschland schon schwierig, in Tansania jedoch unmöglich. Coronabedingt hat 2020 das erste mal nach 12 Jahren der Soziale Tag für Tansania an der Oberschule Rosengarten nicht stattgefunden.

Kurz vor den Sommerferien haben sich sonst die Schülerinnen und Schüler für einen Tag eine bezahlte Arbeit gesucht oder haben sich eine andere Aktion ausgedacht und so Spenden für das Schulpartnerschaftsprojekt gesammelt. Mit Blick auf die von uns unterstützten Projekte in Tansania und die seit 2012 jährlich übernommenen Schulgeldpatenschaften ist dieser Tag immer eine wichtige und verlässliche Größe.
Kurzerhand wurde von Saskia Ogoniak, einem Mitglied unserer Gruppe, im Sommer eine Radreise initiiert, die sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter von Rosengarten nach Budapest bringen sollte. Für diese Reise wurden Kilometerpaten gesucht, die pro gefahrenen Kilometer oder mit einem Festbetrag unsere Projekte in Tansania unterstützten würden.

Die Reise war schön und anstrengend, so lässt sich das Fazit von Saskia kurzerhand zusammenfassen. Insbesondere Thüringen waren Fluch und Segen, denn die Berge haben ihr sehr zu schaffen gemacht. Auf der ganzen Strecke sind ihr aber immer wieder nette, freundliche und hilfsbereite Menschen begegnet. Bereits beim Auftakt wurde sie in Buchholz begeistert von einer Frau angesprochen, die von der Aktion in der Zeitung gelesen hatte. Wie so vieles im letzten Jahr, musste auch die Strecke ein wenig angepasst werden. Ohne Platten, Unfall und andere Blessuren ging es schließlich 947 Kilometer von Rosengarten bis Regensburg. Für diese Strecke ist schließlich eine stolze Summe von 2831,08 Euro zusammengekommen. Vielen Dank an Saskia und alle, die diese Aktion mit einer Spende honoriert haben.

Aktuelle Informationen und frische Bilder finden sich zu jeder Zeit auf der Homepage der Offenen Jugend Rosengarten https://www.jugend-rosengarten.de/tansania/
Wir freuen uns über jede Spende und alle, die sich mit uns in unserer Tansania Initiative engagieren möchte. Normalerweise treffen wir uns am letzten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr im Jugendzentrum Nenndorf. Aktuell eher in Videokonferenzen.

Vielen Dank für alle Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen in unser Tun.

Olaf Schröder 

 

 

Hier gibt es weitere Infos

Weitere Informationen zu unserer Tansania Initiative, aktuelle Neuigkeiten und frische Bilder finden sich zu jeder Zeit auf der Homepage der Offenen Jugend Rosengarten https://www.jugend-rosengarten.de/tansania/

Gerne auch direkt bei Olaf Schröder: Telefon 04183 / 774 911, Mail: olaf.schroeder(at)jugend-rosengarten.de

Spendenkonto:

Kirchenamt Winsen, Sparkasse Harburg-Buxtehude, IBAN: DE69 2075 0000 0007 0066 12

Verwendungszweck: Hilfe für Marangu/Tansania – 9130 1423 01

 

 

Hilfe für Straßenkinder in Kolumbien

Seit 1990 unterstützt die Kirchengemeinde Rosengarten Patenkinder und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Kolumbien.

Kolumbien liegt im Norden Südamerikas. Obwohl das Land in den letzten Jahrzehnten ein hohes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatte, ist Armut sehr verbreitet. Darunter leiden vor allem die Kinder. Viele stammen aus Familien, die nicht in der Lage sind, die Grundbedürfnisse ihres Nachwuchses zu befriedigen, ihre Kinder angemessen zu ernähren, ausbilden zu lassen und ihnen eine befriedigende Zukunftsperspektive zu eröffnen.

1985 wurde von Familie Sonntag aus Jesteburg der gemeinnützige Verein "Kinderhilfe für Kolumbien e.V." gegründet. Er vermittelt nicht nur Patenschaften, sondern betreibt auch Tagesstätten und Schulen und bietet Hilfe für Straßenkinder.

Die Kirchengemeinde Rosengarten sammelt Spenden und Kollekten für den Verein und hat schon mehrere Patenkinder begleitet. Zurzeit unterstützt sie das "Haus Ursula", eine KiTa und Babykrippe in Popayan.

Besonders freut sich die Kirchengemeinde über den Werdegang ihres ehemaligen Patenkindes Katherine: Sie arbeitet heute als Erzieherin und Lehrerin in einer der Einrichtungen.

Hier erfahren Sie mehr über die KinderhiIfe für Kolumbien e.V.

Auf dem Foto sehen Sie das ehemalige Patenkind Katerine, die inzwischen eine eigene Gruppe mit Babys in unserem Casita 2 aufbaut. Die große Not der venezolanischen Flüchtlingskinder hat alle in der Kinderhilfe bewogen, eine zweite Babykrippe zu gründen, da die ganz Kleinen das Leben auf der Straße am wenigsten ertragen.