Fusion am 1. Juni 2017

Am 1. Juni 2017 fusionierte die Kleckener Thomaskirchengemeinde mit der Nenndorfer Kreuzkirchengemeinde zur Ev.-luth. Kirchengemeinde Rosengarten. Die Fusion wurde am 4. Juni gefeiert: der Festgottesdienst mit Superintendent Dirk Jäger begann in der Nenndorfer Kreuzkirche, danach machten sich die Besucher auf einen Pilgerweg zur Kleckener Thomaskirche. Dort wurde der Festgottesdienst mit dem Gelöbnis zur Fusion fortgesetzt. Anschließend gab es für alle Besucher eine Hochzeitssuppe.

 

Informationen zur Fusion

Im Diakoniegottesdienst am 11.September 2016 hat Pastorin Dorothea Blaffert zum Stand der Planungen der Fusion informiert. Wer nicht dabei war, kann ihn nun hier nachlesen:

Datum:

Die beiden Gemeinden werden zu einer Gemeinde am 1.Juni 2017. Der Festgottesdienst dazu findet am Pfingstsonntag, 4.Juni statt. Am Vorabend feiern wir mit einem „Picknick in bunt“, und in der Vorwoche gibt es viele besondere gemeinsame Veranstaltungen. Bitte achten Sie auf die Ankündigungen im Mai-Gemeindebrief!  

Name:

Die beiden Kirchen heißen natürlich weiterhin Kreuzkirche und Thomaskirche. Die neue Gemeinde wird „Ev.-luth. Kirchengemeinde Rosengarten“ heißen. Wir bitten die Vahrendorfer, das nicht als Übergriff zu werten, und wir bitten die Dibbersener und Dangersener, sich weiterhin herzlich willkommen und zugehörig zu fühlen!  

Siegel:

Weil Kirchengemeinden ja auch amtliche Funktionen erfüllen, führen sie ein Siegel. Das war bisher eine Abbildung von Thomas im Kircheninneren in Klecken und vom Kreuz auf der Turmspitze in Nenndorf. Das neue Siegel wird eine Abbildung der beiden ineinander stehenden Kirchtürme unserer beiden Kirchen.  

Kirchenvorstand:

Bis zur nächsten Wahl im Juni 2018 werden alle Mitglieder der Kirchenvorstände beider Gemeinden Mitglieder des Kirchenvorstands der neuen Gemeinde. 2018 werden auf dem Gebiet jeder der beiden früheren Gemeinden je 4 Kirchenvorsteher gewählt, sie berufen dann gemeinsam mit den Pastorinnen 4 weitere Mitglieder.  

Finanzen:

Das Geld der Thomasstiftung in Klecken wird weiterhin nur auf dem Gebiet der jetzigen Thomasgemeinde ausgegeben. Über alle weiteren Haushaltsmittel entscheidet der neue Kirchenvorstand gemeinsam, dabei wird sich an der Verwendung der Baumittelzuweisungen für die Gebäude und an der Finanzierung von Arbeitsbereichen, die es nur in einer bisherigen Gemeinde gibt (z.B. Bücherei in Klecken, Spielkreis in Nenndorf) nichts ändern.  

Wir sind gespannt auf die Tücken und die Chancen des Neuanfangs! Und wir freuen uns, wenn Sie diesen Neuanfang mit uns feiern und mit uns gestalten!  

Für die Kirchenvorstände

Katharina Behnke

90 Jahre Kreuzkirche Nenndorf

Kirche festlich geschmückt
Schlüsselübergabe
Auf dem Kirchplatz

Am 28. Juni 1925 wurde der Grundstein für die Kreuzkirche gelegt. Vorangegangen waren lange Jahre intensiven Ringens um eine eigene Kirche: Immerhin gab es seit 1891 einen eigenen Friedhof in Nenndorf (an der Eckeier Straße auf dem von der Gastwirtsfamilie "Zum Lindenhof" - heute Lange- gestifteten Grundstück). Seitdem musste man nicht mehr den Weg zum Hittfelder Friedhof machen, und seitdem gab es eine Glocke am Brink, die zu den Beerdigungen, aber auch zu den Gottesdiensten rief, die im Schulhaus am Brink gefeiert wurden.

Eine eigene Hittfelder Pfarrstelle für Nenndorf wurde 1914 eingerichtet, aber wegen des Krieges erst 1920 mit Pastor Johann Behrens besetzt. Im April 1925 dann war Nenndorf selbständige Kirchengemeinde und Pastor Franz Rambke hatte 1924 seinen Dienst aufgenommen.

Nun war alles vorhanden: Das Grundstück für den Kirchbau hatte die Gastwirtsfamilie Böttcher gestiftet (daran erinnert der Stein links vom Turm mit der Aufschrift: "Fr. Böttcher u. Frau Charl. geb. Behrens schenkten der Gemein- de den Kirchplatz"). Zur Gemein- de gehörten 1240 Seelen aus den Dörfern Nenndorf, Iddensen mit Hintein, Eckei, Dibbersen mit Dangersen, Emsen mit Langenrehm und dem Forsthaus Rosengarten.

Aber die finanziellen Mittel waren sehr begrenzt. Die Kreuzkirche ist der erste Kirchenbau in Niedersachsen nach dem 1.Weltkrieg, und nur unter großen Opfern der Gemeindeglieder ist er verwirklicht worden. Wenn sie nicht Hand- und Spanndienste geleistet (z.B. die großen Feldsteine des Sockels herangefahren) und nicht praktisch alle Teile der Ausstattung gespendet hätten (die Namen sind heute noch überall in der Kirche zu lesen), dann wäre das in der Wirtschaftskrise nicht gegangen.

So aber konnten Weihnachten 1925 die Glocken zum ersten Mal erklingen, und am 21.3.1926 war Kirchweih.

Von diesem Ereignis stammen die Fotos: Einmal die Kirche aus ganz ungewohnter Perspektive, nämlich von Westen von Böttchers Grundstück her, der Turm festlich geschmückt. Dann der Kirchplatz an diesem Tag - es passten nicht alle in die neue Kirche hinein. Und schließlich der feierliche Zug vom Schulhaus zur Kirche: Voran eine junge Frau (Dora Lühmann nach den mir vorliegenden Aufzeichnungen) mit dem Kirchenschlüssel auf einem Kissen. Ihr folgte die Geistlichkeit mit Landesbischof Marahrens, dann Architekten, Handwerker, Lieferanten. Weiter hinten dann Posaunenchor und Gesangverein Nenndorf, schließlich die übrigen Gemeindeglieder.

Auf dem Foto nicht zu sehen, weil vor dem Schlüssel, sind Kirchenvorsteher und Schulkinder, außerdem zahlreiche Jugendvereine mit Wimpeln. Man sieht, wie festlich es war: Girlanden, Fahnen und Tannengrün am Weg und an der neuen Kirche. Man war glücklich, dass sich aller Einsatz gelohnt hatte. Herr Pastor Rambke schreibt: "Darum passt auch ins niedersächsische Land mit seinen weiten Flächen, seinen schweren, breiten Häusern und seinen schwerblütigen Bewohnern am besten ein Gotteshaus, das wuchtig und kraftvoll der Seele von Land und Volk in seinen baulichen Formen Ausdruck gibt".

Ich würde es heute vielleicht nicht mehr ganz so ausdrücken (schwerblütig?), finde aber auch, dass unsere Kirche sehr gut zu uns passt: Menschen, die hineinkommen, fühlen sich sofort geborgen, gut aufgehoben. Gottes Haus in menschlichem Maß - das ist hier verwirklicht. Die Gemeinde ist dann mit der Zeit noch um einige Dörfer gewachsen. 1932 kamen Leversen und Sieversen dazu, 1978 Tötensen und Westerhof.

Heute haben wir 3492 Gemeindeglieder.

Katharina Behnke (mit Dank an Frau Ilse Hauschild und Heinke Barkhausen für das umfangreiche Archivmaterial)

50 Jahre Thomaskirche Klecken

Wie schön, dass du gebaut worden bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst…

Die Urkunde im Wortlaut:

„Heute, am Sonntag 7. November des Jahres 1965, wird durch den Superintendenten, Karl Heinz Meyer, aus Hittfeld der Grundstein für unsere Kapelle zu Klecken gelegt. Sie wird gebaut auf das Betreiben der Gemeinde, die sie zu einem überwiegenden Teil finanziert und sie - einschließlich des Grundstücks – an die evangelisch-lutherische Kirche übertragen wird. In erster Linie soll die Kapelle den Beisetzungsfeiern auf dem Friedhof, der in demselben Jahre eingerichtet worden ist, dienen.

Ebenfalls werden nun alle anderen kirchlichen Veranstaltungen hier stattfinden können.“

Unterzeichnet von:

Karl-Heinz Meyer (Superintendent), Wilhelm Glade (Bürgermeister)

und den Ratsherren: Willi Cohrs, Wilhelm Albrecht, Willi Matthies, Wolf Baron von Klencke, Walter Wietrek, Otto Wildung, Hermann Schlüter, Adalbert Hübner, Werner Wattenberg, Rudolf Stöver

In seiner Ansprache hob Sup. Meyer hervor, „dass die Kapelle nicht nur eine Kapelle des Friedhofs, sondern ebenso des Friedens für die Menschen, die sie aufsuchen, sein soll.“ (HAN 8.11.1965)

 

Die Einweihung der Thomaskapelle am 3. Advent 1966

„Friede sei mit euch“ und „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ – so steht es auf je einer der beiden Glocken, die am 11. Dezember 1966 zum ersten Mal läuteten. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am 3. Adventssonntag die Thomaskapelle in Klecken eingeweiht. Mit dabei im Gottesdienst waren Landessuperintendent Andersen aus Lüneburg und Superintendent Meyer aus Hittfeld. Bürgermeister Wilhelm Glade übergab dem Landessuperintendenten den Schlüssel für das neue Gotteshaus. Viele Menschen, die dabei sein wollten fanden keinen Platz mehr in der Kapelle und standen bei nebligem Wetter draußen. Noch zwei Tage vor der Einweihung waren die Handwerker am Neubau mit letzten Arbeiten beschäftigt gewesen. Namensgeber der Kapelle, der „ungläubige“ Jünger Thomas, der die Hände von Jesus berührt, ist als schmiedeeisernes Wandrelief an der Innenseite der damaligen Außenwand zu sehen, entworfen von der Künstlerin Charlotte Clauß.

Das Hamburger Abendblatt berichtet: „Für die über Tausend Protestanten in Klecken bedeutet diese neue Kirche endlich einen geregelteren und intensiveren Gottesdienst als bisher. Nur einmal im Monat wurde sonst Gottesdienst in der Schule gefeiert“.  Für den Sonntag nach der Einweihung waren bereits  10 Kinder zur Taufe angemeldet.

 

1966 wurde die Thomaskapelle der Hittfelder St. Mauritius Kirchengemeinde übereignet. Sieben Jahre später, 1973,  wurde dann  Klecken als 4.  Pfarrstelle von Hittfeld eingerichtet  und zum 16. Oktober mit Pastor Horst Schubert erstmalig besetzt. Regelmäßig fanden jetzt Gottesdienste am 1. und 3. Sonntag im Monat statt, auch Kindergottesdienste wurden gefeiert.

Und weiter ging es: 1979 stand das Pfarrhaus im damaligen Kapellenweg fertig da. Und schon bald darauf dachte man in Klecken an eine Verselbständigung und setzte das Vorhaben zum 1. Januar 1987 als Thomaskirchengemeinde um. Erweitert um das Gemeindehaus, 1989, konnte nun der Gottesdienstraum durch eine faltbare Schiebetür vergrößert werden. Folgerichtig war man im Kleckener Kirchenvorstand bestrebt, aus der Thomaskapelle eine Thomaskirche zu machen, 1991 wurde die Umbenennung von der Landeskirche genehmigt.

 

Rückblickend können wir nur mit Dank dieser Entscheidung und Entwicklung zum Kirchenbau gedenken und dabei in den Folgejahren sehen, wie sich in  Kirche und Gemeindehaus das Gemeindeleben  segensreich  entwickelt hat. Der Wunsch eigenständig zu sein hat der Kleckener Thomaskirchengemeinde ein deutliches Profil ermöglicht, dem sich viele Menschen, nicht  nur in Klecken, immer wieder gern und ehrenamtlich tätig angeschlossen haben. Mit dem Wunsch der Kleckener Gemeinde, das eigene Gemeindeleben dauerhaft  zu unterstützen, ist 2007 die Thomasstiftung gegründet worden. Mit dem jährlichen Ertrag aus dem Stiftungsvermögen können wichtige Aufgaben (z.B. die Küsterstelle) finanziert werden.

 

Mit dieser beeindruckenden 50 jährigen Kirchengeschichte verbindet sich nun auch die Notwendigkeit, in die Zukunft zu schauen und zu planen. Die verlässliche Zusammenarbeit mit der Nenndorfer Kreuzkirchengemeinde hat uns ermutigt neue Wege zu beschreiten und in einem Jahr im Juni 2017 das Zusammenlegen beider Kirchengemeinden zu feiern, um daraus neue Kräfte und Impulse zu entwickeln, damit die Glocken der Thomaskirche auch noch lange zum Gottesdienst rufen und einladen.

Möge Gottes Segen auch weiterhin über unserem Wirken liegen, denn Gott sei Dank sind  viele Menschen von Anfang an beteiligt, dass diese Kirche lebendig ist.

Ein alter Haussegen (aus Schlesien) möge auch in Zukunft unsere Kirche begleiten.

Die Freundlichkeit Gottes segne dieses Haus.

Das Lächeln des Himmels sei über diesem Haus.

Die Güte des liebenden Gottes sei in diesem Haus.

 

Dorothea Blaffert, Pastorin

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